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Prof. Dr. Andreas Kollergestorben am 26. Juni 2026

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Er war ein großartiger Journalist und wegen seiner Ruhe, Hilfsbereitschaft und Kompetenz ein allseits geschätzter Kollege.
Andreas als freier Mitarbeiter der Tageszeitung Die Presse und ich als kleiner Wirtschaftsjournalist sahen uns immer bei Pressekonferenzen. Er studierte Politikwissenschaft/Publizistik und war sehr wissbegierig. Immer hatte er bereits vorher recherchiert und stellte dann gezielte Fragen, sodass seine Geschichten eine sehr gute Grundlage hatten. Mit Mittelmäßigkeit gab er sich nie zufrieden.
1983 waren wir bei den Pressefoyers bei Kreisky und dann bei Sinowatz im Bundeskanzleramt. Wo wir ehrfürchtig zuerst warteten wer von den erfahrenen Journalisten Kurt Vorhofer, Josef A. Nowak, Hans Rauscher, Hubert Wachter, Alfred Worm, Jens Tschebull, Peter Michael Lingens, u.a.m. ihre Fragen an den Bundeskanzler stellten. Er zeigte immer Respekt, sodass sich die Kolleginnen und Kollegen gerne mit ihm unterhielten. Auch die Politiker merkten sehr schnell, dass er sich immer an seine Vereinbarungen gehalten hat, was ihm den Zugang zur Politik erleichterte.
Zielstrebig und fleißig wie er war promovierte er bereits 1985 an der Uni Wien.
Als er 1988 zur Wiener Redaktion der Salzburger Nachrichten wechselte zeigte sich bereits nach einigen Jahren, dass er aufgrund seines Denk-, Wahrnehmungs- und Handlungsmusters, Kontaktfreudigkeit, Wissen und hilfsbereiten respektvollen Umganges mit anderen Menschen ein sehr großer in der Journalistenbranche wird.
Gebhard Fidler